Einen passenden Ofen zu finden ist nicht einfach – er soll die nötige Heizleistung haben, dabei möglichst klein und leicht sein, und dabei noch gut aussehen.

Wichtig war uns, dass man das Feuer im Betrieb sehen kann. Damit scheiden einige typische tiny house-Öfen leider aus.

Wir haben dann den Fintan von Anevay gefunden, der uns in allen Belangen überzeugt hat. Er wiegt 28 kg, ist CE-geprüft, funktioniert mit Holz und Kohle – und hat uns auch optisch gut gefallen!

Als der Ofen da war, mussten wir mit dem Kamin durchs Dach, und auch da haben wir wieder eine Weile getüftelt, wie wir den Ofen so positionieren, dass wir alle vorgeschriebenen Abstände einhalten und trotzdem das Feuer sehen können. Daher steht der Ofen jetzt diagonal. Das Knie im Ofenrohr macht die Reinigung einfacher und bringt mehr Strahlungswärme. Der Kamin ist aus Edelstahl und von Ofen Mosmann, wo es auch sämtliches Zubehör recht günstig gibt.

Der erste Test fiel dann aber eher schlecht aus, das tiny house ist einfach zu dicht. Bei leicht geöffnetem Fenster prasselte er los, aber das ist ja im Winter keine Dauerlösung. Also muss eine Zuluftklappe her, die wir versteckt hinter dem Strahlungsblech angebracht haben.

Ein leicht umgebauter Teichschieber dient als Zuluftklappe.

Hinter dem Strahlungsblech sind 5cm starke Streifen aus Promasil® angebracht, damit das Blech gut hinterlüftet ist. Die kalte Luft von außen strömt am warmen Blech vorbei und wird somit gleich angewärmt – optimal.

Das Strahlungsblech selbst ist aus Aluminium und mit einem Klavierband versehen, damit der rechte Bogen weggeklappt werden kann, um die Bank komplett aufzuklappen, ohne dass der Holzdeckel am Blech angeht.

Und nun brennt auch der Ofen optimal!

Wir haben natürlich für den Fall der Fälle vorgesorgt und einen CO-Sensor besorgt, der laut losfiept, bevor wir im Schlaf ersticken.

Ach ja: der Ventilator auf dem Ofen wird von einem Peltierelement betrieben. Der untere schwarze Kühlkörper heizt sich auf, während obenauf ein CPU-Lüfter montiert ist, durch den die kalte Raumluft ans heiße Ofenrohr gepustet wird – somit wird die Luft zusätzlich (ganz dezent) umgewälzt. Weil der CPU-Lüfter erst bei ca. 3 V zu arbeiten anfängt, das Peltierelement aber deutlich weniger Spannung liefert (zumindest am Anfang), wurde der originale Motor demontiert und ein kleiner Ersatzmotor eingebaut, der ab 0.5 V schon losschnurrt.