Das Innere des Hauses ist aufgeteilt in den Wohn-/Küchenbereich, das Bad, das Schlafloft und das Arbeitsloft.
Da die Lofts einen wesentlichen Teil zur inneren Stabilität beitragen, ist ihnen ein zusätzlicher Abschnitt gewidmet.

Der Innenausbau wurde vorab nicht ins Kleinste durchgearbeitet. Ein tiny house ist für uns Neuland, und uns war wichtig, ein Gefühl für die veränderten Dimensionen zu bekommen.

Daher haben wir auch in der Planungsphase beschlossen, die Installationen nicht in, sondern auf der Wand zu führen. Es ist vorab nicht leicht zu entscheiden, wie die Lichtverhältnisse im tiny house sein werden und wo wir folglich Lampen brauchen und wo nicht.
Davon abgesehen wurde in Bauberichten immer wieder vor der Gefahr der Schimmelbildung hinter Kabeldosen gewarnt (Undichtigkeiten in der Dampfsperre in Verbindung mit der an dieser Stelle dünneren Isolierung können zur Kondensation genau hinter den Einbaudosen führen). Somit schlagen wir zwei Fliegen mit einer Klappe: eine optimale Isolierung der Außenwand ohne Kältebrücken, und dazu nur so viele Schalter, Steckdosen und Lampen, wie auch wirklich erforderlich.

Ähnlich war unser Vorgehen bei der Wasserinstallation. Wir hatten ein paar grobe Ideen und Vorstellungen, aber vieles haben wir erst dann festgelegt, als es soweit war.

Grundsätzliches zum Innenausbau: die OSB-Platten haben wir von innen mit dünnen Sperrholzplatten (3mm Pappelsperrholz im Wohnbereich und 4mm Birkensperrholz im Bad) verkleidet und diese dann mit Silikatfarbe gestrichen. Das Weiß und das helle Grau machen den Raum viel größer und wohnlicher.

Was wir auch durch Zufall entdeckt haben und sofort verwenden mussten: Baubuche! Das Material sieht einfach klasse aus, ist stabil (leider nicht ganz billig, und auch nicht gerade leicht).