Der Aufbau war eine spannende Sache! Nach vielen Vorgesprächen mit der Zimmerei Ruhland kam eines Morgens ein ganzer Schwung Holz und ein Päckchen Schrauben bei uns an.

Das Grundgerüst wurde aus Konstruktionsvollholz 8 cm × 8 cm bzw. 8 cm × 4 cm gefertigt.
Um die Tür, die Fenster und in Höhe der geplanten Lofts wurde das Holz mit dem quadratischen Querschnitt verbaut und durch Zwischenstücke aus dem schwächeren Material zusätzlich ergänzt.

Wir haben versucht, weitgehend das Rastermaß 67,5 cm einzuhalten, um die OSB-Platten mit 250 cm immer auf Stoß schrauben zu können.

Nachdem der untere Teil des Gerüstes fertiggestellt war, kamen die OSB-Platten dran. Uns wurden 15 mm starke Platten empfohlen (und geliefert). Die Bauer von La tiny house verwenden unseres Wissens innen und außen jeweils 9 mm starkes Material, andere meinten, 15 mm wäre auf jeden Fall zu dick. Für die Stabilität wäre 12 mm vielleicht auch ausreichend gewesen, aber so haben wir die Möglichkeit, innen an beliebiger Stelle Regale, Arbeitsplatten, Öfen o. ä. vernünftig zu befestigen, ohne darauf achten zu müssen, ob genau darunter ein Balken läuft.

Das Wetter meinte es in der Zeit nicht immer gut für uns, daher die Folien und Planen …

Parallel dazu kam mit den Lofts schon der erste Teil des Innenausbaus!

Die ganze Konstruktion wurde nun mit 8 cm starken, beidseitig alukaschierten Linitherm PU-Platten isoliert, die mit nicht zu knappem Spalt eingepasst und anschließend mit PU-Schaum fixiert wurden. Leider chemische Keule pur, aber natürliche Materialien sind a) schwerer und können b) schimmeln.

Nachtrag dazu: scheinbar ist Thermohanf in Sachen Isolationswirkung und Gewicht eine echte Alternative zu PU-Schaum, aber davon haben wir erst erfahren, als alle knapp 60 m² verbaut waren – beim nächsten Haus kommen wir sicher darauf zurück 😉

Danach ging es mehr oder weniger parallel weiter mit dem der Außenverkleidung, dem Dach und dem Innenausbau.